Eigentlich nur ein Halber. Unsere Attika wurde errichtet und nun hat das Haus quasi seine endgültige Höhe erreicht. Quasi deshalb, weil noch ein paar Zentimeter beim Dachdecken dazukommen werden.
Die Ecken und die obere Kante der Treppenbrüstung im Obergeschoss wurden ebenfalls fertiggestellt. Dafür hat ein fleißiger Mitarbeiter die Bewehrung angebracht, die Schalung aus Holzbohlen gezimmert und anschließend das Ganze mit Beton aufgefüllt, so dass die geklebten Steine bombenfest sitzen.
Zwischendurch wurde der Geburtstagskuchen vernascht.
Happy Birthday lieber Raik!
Als die Truppe zusammenpackte, überlegten wir, ob wir nicht doch noch ein zweites Obergeschoss oder irgendwas anderes Gemauertes brauchen. Irgend einen Grund müssen wir noch finden, damit die Jungs bald wiederkommen!
Da endlich auch wieder trockenes Wetter ist, haben wir die letzte Tür unseres Geräteschuppens zusammengeschraubt und auch weitere Farbe im Innenraum und zu einem nicht geringen Teil an meinen Händen und Armen verteilt.
Es waren einmal ein paar fleißige, nette, gutaussehende und zum Teil bescheidene Rohbaufachmänner. Sie kamen Woche für Woche, um unserem Haus in die Höhe zu helfen. Als ihre Arbeit schon weit vorangeschritten war und sich bei dem ein oder anderen Gespräch durchaus Sympathie entwickelte hatte, überlegten sie, womit sie uns noch eine Freude machen könnten. Und so beschloss der Chef der Bande, sich zu “vermessen” und den Flur im oberen Geschoss zu Gunsten des Kinderzimmers etwas kleiner zu machen als geplant. Anfangs, als die Zwischendecke kam, verbarg er noch seine Absicht, indem er alle Schächte, Aussparungen etc. an der richtigen Stelle positionierte. Aber dann setzte er die erste Steinreihe der Kinderbadezimmerwand zehn Zentimeter weiter nach vorn. Auf unsere Frage, weshalb sich die Vorbereitung für das Abwasserrohr jetzt zum Teil unter der Wand befindet, wurde uns gesagt, dass der grüne Polystyrolstreifen wohl nicht ganz an der richtigen Stelle sei.
Als dann heute morgen die Deckenplatten für das Dach kamen, stellte sich aber rein zufällig heraus, dass das Vermessungsproblem nicht bei der Vertiefung für das Abwasserrohr liegt, sondern beim gesamten Kinderbadezimmer, denn nachdem die erste Wand zu weit vorn war, wurden die anderen drei Wände daran ausgerichtet. Somit ist der Flur jetzt zehn Zentimeter schmaler, das Kinderzimmer dafür aber zehn Zentimeter breiter. Der Chef der Bandmaße gab aber immerhin zu, dass er unserem zukünftigen Nachwuchs einen Gefallen tun wollte. Ok, es handelt sich nur um knapp einen Drittelquadratmeter, aber besser als nichts

Davon abgesehen verlief der Tag nach Planung. Morgens wurden die Deckenplatten geliefert. Mit Hilfe des Krans wurde erst ein wenig aufgeräumt (Säge und restliche Steine raus aus dem Haus, Betonreste weg von der Einfahrt…) und anschließend wurden die Platten auf die vorbereiteten Stützen gelegt. Die wegen der Badwandänderung zu langen Platten wurden kurzerhand mit der Flex zurechtgestutzt und die Lücke auf der anderen Seite verschalt. Andreas alias Mäxchen kümmerte sich um die Verschalung der Oberlichtfenster im Dach, da er – wie Ende April bewiesen – eindeutig die geraderen Kästen baut.
Die Garagenfundamente sind ebenfalls gegossen und gefischt und der Beton des Dachs ist wieder babypopoglatt und das, obwohl die Sektflasche erst danach geköpft wurde.
Apropos danach: nach zwei Bechern Sekt wurde aus Jürgen kurzerhand Mäuschen und damit wären alle Spitznamen erklärt.
Nur Udo blieb Udo und das ist auch gut so!
Eigentlich, ja eigentlich wollten wir heute die dritte und letzte Tür unserer Hütte zusammenschrauben, aber bei dem Schietwedder – um mal ein Wort aus Tims Heimat zu verwenden – geht ja gar nix!
Unsere Rohbauer können leider nicht so wählerisch sein wie wir. Sie müssen auch bei Regen arbeiten. Die Innenwände des OGs wurden fertiggestellt, ebenso der Teil der Treppenbrüstung, der gemauert wir. Oben drauf und in die Ecken kommt noch eine Lage Beton – davon haben wir bisher ja so wenig verbaut 
Außerdem wurden die Stützpfeiler für die Deckenplatten, die morgen kommen, aufgestellt und justiert.
Der kleine Regenschauer der vergangenen Nacht hat unseren unbehandelten Türen zum Glück nicht geschadet. Heute wurden sie gestrichen und einige andere Bauteile der Hütte auch gleich noch. Da wir beide zu kurz sind und noch immer keine vernünftige Leiter haben, mussten wir uns mit einer anderen Konstruktion behelfen…
Ok, einen Punkt für die ganz Schlauen: sie fangen beide mit S an. Aber das meinten wir nicht.
Wenn man einen Sushi-Kochkurs besucht, sind mit die ersten Worte: “Gewöhnen Sie sich an den Reis, den werden sie heute Abend überall haben.” Und genauso ist es auch, wenn man Holz sägt – überall Sägespäne! Dieses feine Zeug bildet eine richtige Schicht auf der Haut. Die armen Mücken, die uns abends pieksen wollten, kamen kaum durch!
Ich denke, es ist nicht schwer zu erraten, was wir heute gemacht haben?! Neben dem ein oder anderen Baumarktbesuch bauten wir an unserem Geräteschuppen weiter und das bedeutet: viel Sägen! Mit der Kreissäge, der Stichsäge und mit der Kappsäge.
Die Seitenwände sind fertig, die Innenwand steht zu 90 Prozent und zwei der drei Türen zieren nun ebenfalls die Hütte. Für Tür drei war es leider schon zu spät und wir wollten die Nachbarn nicht ärgern.
Morgen wird gepinselt und am Montag schrauben wir die letzte Tür zusammen. Dann fehlt nur noch die Blende für das Dach und der zweite Anstrich.
Heute gibt es bunte Innenwände
Aber ganz von vorn. Tim hat heute mitgeholfen, die restlichen Verschalungselemente aus dem Inneren des Aquariums zu entfernen. Nun ist die Sicht frei von der Küche ins Wohnzimmer, vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer und von dort wieder zurück zur Küche. Man kann jetzt auch ganz leicht hineinklettern und Tauchen üben…

Des Weiteren wurde heute ein Gerüst rings um das Haus aufgebaut. Nun kann das Dach kommen. Als ich am Nachmittag auf die Baustelle kam, musste ich natürlich erst einmal in die Höhe: die Aussicht von ganz oben auf unser Obergeschoss hinab ist toll! Von hier wirken unsere bunten Innenwände am besten und wir fragten uns, ob das mit dem Malervlies wirklich einen Sinn ergibt?!
Auf dem unteren linken Bild ist die Plan B Position des Heizkreisverteilers für das Obergeschoss zu sehen. Dieser wird – wie gestern erwähnt – in der Badezimmerwand platziert.
Nach meiner Runde auf der obersten Reihe des Gerüstes haben wir mit netter Unterstützung die zweite Schicht Dachpappe auf unserem Geräteschuppen aufgebracht. Diese Schicht musste mittels Hitze verschweißt werden. Nach kurzer Einweisung durften wir kokeln. Das hat durchaus Spaß gemacht. Danach mussten wir allerdings unsere Schuhe von der warmen Dachpappe abschälen.
| Apropos Schuhe: neulich berichteten wir von Tims kleinem Gravisionsproblem mit dem Stein, den er hat auf seinen Fuß fallen lassen. Hätte er seine Arbeitsschuhe mit den Stahlkappen getragen, wäre da jetzt kein Knochensplitter, der noch nicht genau weiß, wohin er will. Aber es gibt noch “bessere” Arbeitsschuhe: |
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Analog zum Erdgeschoss möchten wir auch heute den baufreien Tag nutzen, um unser Obergeschoss vorzustellen.
Größe und Außenwände sind identisch mit dem Erdgeschoss, ebenso die Außenfarben.
Als erstes die Vorderansicht. Auf der linken Seite über der Eingangstür wird sich ein bodentiefes Fenster befinden. Auch wenn die Überdachung des Eingangs so aussieht, als sei sie ein Balkon, handelt es sich dabei lediglich um ein Vordach. Gestern konnte ich bereits den Ausblick aus diesem Fenster genießen und feststellen, dass das der ideale Überwachungsplatz ist, wenn Junior in vielen, vielen Jahren vom Freund oder der Freundin nach Hause gebracht wird…
Offiziell wird das aber unsere Leseecke werden. Vor bzw. neben das Fenster kommt ein bequemer Sessel und an die Wand ein breites Bücherregal.
Das erste Fenster weiter rechts gehört noch zum Flur, das zweite Fenster (in der roten Wand) zum Badezimmer. Es ist genau über der Badewanne.
Auf der Rückseite wird es drei identisch große bodentiefe Doppelfenster geben. Das erste links ist das Schlafzimmerfenster, das daneben gehört zum Gäste- oder – falls wir irgendwann einmal Zwillinge bekommen sollten – zum zweiten Kinderzimmer und das dritte ist das geplante Kinderzimmerfenster, ebenso das kleinere Fenster auf der rechten Seite.
Die Wand zwischen Gäste- und Kinderzimmer wird lediglich eine Trockenbauwand, damit wir sie im Falle aller Fälle umsetzen können, so dass die beiden Zimmer gleich groß sind.
Ganz oben kommt auf das Dach des Hauptkorpus, also alles, was nicht rot ist, eine umlaufende Attika. Durch diese Erhöhung soll der optische Eindruck der zwei ineinander geschobenen Quader, welcher bereits durch die kleine Kante zwischen der langen geraden Außenwand und den beiden roten “Erkern” angedeutet ist, noch verstärkt werden. Eine kleine Vorschau liefert das Bild im Header des Blogs. Live-Fotos folgen demnächst.
Wie bereits vermutet, stand ein Großteil der Außenwände schon, als ich zur Baustelle kam. Der Rest wurde bis zur Kaffeepause fertiggestellt und danach ging es mit dem Anlegen der Innenwände weiter.
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Etwas verwundert stellte ich fest, dass auf der einen Seite in der Außenwand je zwei dieser kleinen Metallstreifen zum Verbinden mit der Innenwand angebracht waren, was auf eine breite Innenwand schließen lässt, auf der anderen Seite aber nur ein Streifen für das andere Ende derselben Wand in die Höhe führte. Hmmm, dabei war ich der Meinung, ich kenne die Pläne von unserem Haus und somit auch die Stärken der Innenwände. Schließlich habe ich das Haus mehrmals am Rechner konstruiert und eingerichtet. Ich studierte den vorliegenden Plan erneut und – wie nicht anders erwartet – haben unsere Rohbaufachleute keinen Fehler gemacht. Sollte ich mich wirklich geirrt haben?
Wenig später nach einem weiteren Blick auf die Zeichnung erinnerte ich mich daran, dass in diese Wand auch der Heizkreisverteiler fürs Obergeschoss eingebaut werden sollte. Also fragte ich, ob der Kasten denn schon eingetroffen ist (in der Zeichnung stand die Anmerkung “Wird während des Rohbaus geliefert”). Dieses Mal ein verwunderter Blick vom Chef und die Erkenntnis, dass der Kasten in die Wand nicht eingebaut werden kann, weil diese aus Statikgründen auf den unteren Zentimetern bewehrt ist und somit auch betoniert wird und deshalb kein Rohrstrang durch die Bewehrung durchgeführt werden kann.
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Ein klärendes Telefonat mit dem Architekten löste das Ganze dann auf. Die Wand wurde tatsächlich geändert. Urpsrünglich war sie durchgehend 17,5 cm dick. Jetzt ist sie ab ca. der Hälfte nur noch 11,5 cm. Den Übergang sieht man natürlich nicht und für die Statik scheint es auch so auszureichen.
Den Heizkreisverteiler haben wir aus der Ankleide ins Bad hinter die Tür verlegt. Dadurch ist er schön zentral und zusätzlich auch noch genau über dem Hausanschlussraum, wo sich er Verteiler fürs Erdgeschoss befindet.
Ich durfte heute wieder mitbauen. Naja, was heißt “dürfen”? Als Bauherrin hat frau schließlich gewisse Freiheiten. Jedenfalls habe ich heute wieder mitgebaut. Tim musste leider arbeiten…
Als ich am späten Mittag auf der Baustelle eintraf, war die erste Steinreihe des Obergeschosses bereits angelegt und auch die ein oder andere Ecke, so dass es wieder flott voranging.
Anfangs beschränkte ich mich aufs Zusehen und Fotografieren, dann setze ich den ein oder anderen zurechtgesägten Stein, reichte ein paar Steine zu, setze wieder den ein oder anderen Stein – wobei ich dann irgendwann die Messleine erwischt habe, deshalb auch “Schnurgrabscher” – und dann widmete ich mich dem Zusägen der Fensterlückenabschlussteine der südlichen Außenwand und dem Vierteln der Steine für die oberste “halbe” Reihe.
Ab heute kann mein Vater nicht mehr zeigen, welche Steine von uns gemauert wurden, so wie er es bei den beiden in der Wohnzimmerwand am Freitag getan hat (siehe Eintrag vom 26.04.), denn ich weiß es selbst nicht mehr genau. Es waren einfach zu viiiiiele
Zum Abschluss des Tages stehen nun neben den ersten sechs Reihen des OGs auch die ersten beiden Ecken in voller Höhe (inkl. der “halben” Reihe). Wenn ich morgen zur Baustelle fahre, sind die Außenmauern bestimmt schon fast fertig. Die Innenwände des OGs werden übrigens ebenfalls aus Porotonsteinen gemauert.
Gut, dass unsere Hüttenbaustelle mindestens genauso ordentlich ist wie unsere Hausbaustelle. Heute Nacht hat es nämlich geregnet, aber wir haben alles aufgeräumt hinterlassen.
Wie geplant, schraubten wir die Bretter rund um die Türaussparungen an der Vorderwand an und verlegten die Fußbodenbretter, die natürlich von unten vorher gestrichen wurden. Viele, viele Schrauben später war alles fest.
Nach einem weiteren Mittagessen in der kalten Küche und ein bisschen Farbe an den Wänden packten wir zusammen.
Dank unserer fleißigen Helfer haben wir in den 2 1/2 Tagen sehr viel geschafft! Natürlich sind wir noch nicht fertig. Die obersten Bretter an den Außenwänden fehlen noch. Diese erfordern aber viel Geduld beim Zurechtsägen. Die Trennwand innen und vor allem die Türen gibt es auch noch nicht. Außerdem fehlen die zweite Schicht auf dem Dach und der zweite Anstrich der gesamten Hütte.
Den Holzstapelplatz hinter der Hütte haben wir eingeweiht und die Türaussparungen mit einem alten Bettbezug geschlossen. Und so sieht das Ganze nun aus (Blick aus unserem Schlafzimmer, naja, aktuell von der Erdgeschossedecke in den Garten):
Achso, fast vergessen zu erwähnen, wie es zu der Überschrift kam. Auf den Bäumen hinter unserem Gerätehäuschen turnten heute ein paar Eichhörnchen rum. Das waren definitiv Stadteichhörnchen, denn sie schienen kein bisschen menschenscheu. Vermutlich werden sie uns demnächst das Essen vom Teller stibitzen, wenn wir auf unserer Terrasse sitzen.